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Autor: Alexandra Braun

Blutzuckerschwankungen: Symptome und Vorbeugung

Von zu hohen Blutzuckerwerten hat jeder schon einmal gehört und fast jeder weiß auch, dass das Problem häufig bei Diabetes Typ 2 auftritt oder, dass es sogar die Ursache für Diabetes Typ 2 sein kann. Doch was ist mit verminderten Blutzuckerwerten, also einer Hypoglykämie? Wie es sein kann, dass der Blutzucker auch unter den Normbereich fallen kann und was das für Auswirkungen hat, liest Du hier. Außerdem erfährst Du, was Du selbst tun kannst, um solche Schwankungen des Blutzuckers zu vermeiden.

Was sind Blutzuckerschwankungen und wer genau ist davon betroffen?

Von Blutzuckerschwankungen wird geredet, wenn der Blutzucker über einen gewissen Zeitraum nicht konstant ist, sondern sich über sowie unter dem Normalbereich bewegt. Das kann nach einer kohlenhydratreichen Kost der Fall sein, denn da steigt die Glukosekonzentration im Blut an. Bei starker körperlicher Betätigung ohne ausreichende Kohlenhydratzufuhr inklusive einer Insulinbehandlung kann der Blutzucker unter den Normbereich sinken. Dann spricht man von einer Unterzuckerung oder auch Hypoglykämie. Menschen mit Diabetes sind von solchen Schwankungen häufig betroffen. Patienten mit Diabetes Typ 1 leiden an einer unzureichenden Produktion von Insulin, wodurch Glukose im Blut bleibt und nicht in die Zellen transportiert werden kann. Um den Normbereich zu erreichen, müssen sie sich regelmäßig Insulin spritzen. Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 dagegen wird ausreichend Insulin produziert, jedoch haben die Zellen eine Resistenz gegenüber dem Hormon gebildet, sodass auch hier wieder Glukose länger im Blut verbleibt und es zu erhöhten Konzentrationen kommt.

Symptome einer Unterzuckerung

Blutzuckerschwankungen in den unteren Normbereich, sodass es also zu einer Unterzuckerung kommt, treten häufiger bei Patienten mit einer Insulinbehandlung auf. Die Symptome für eine solche Unterzuckerung können sowohl Zittern, Herzklopfen oder Schweißausbruch als auch ein verändertes Verhalten bis hin zu Bewusstseinstrübung sein.

Im Ernstfall kann es sogar zu einer Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod führen. Das Empfinden einer Unterzuckerung hängt davon ab, mit welcher Geschwindigkeit die Blutglukosekonzentration abfällt [1]. Alkohol vermindert die Gluconeogenese in der Leber und führt dadurch zu einer verringerten Glukosesekretion in das Blut als gewöhnlich. Wird Insulin nun aber wie gewohnt weitergespritzt, kann das zu einer gefährlichen Unterzuckerung führen. Besonders gefährdet sind junge Patienten mit Diabetes Typ 1, da sie ihre erste Erfahrung mit Alkohol machen müssen und die Gefahren besonders dann unterschätzen. Unser Körper bietet einen eigenen Mechanismus, um stark absinkende Blutzuckerkonzentrationen zu vermeiden. Er schüttet Hormone wie Glukagon und Adrenalin aus, um die entsprechenden Symptome hervorzurufen. Dies nennt man auch die Frühwarnsignale des Körpers. [2]

Ursachen einer Unterzuckerung

Die Ursachen für eine Hypoglykämie bei Diabetikern liegen häufig in der Behandlung mit Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten. Dabei kann es passieren, dass das Verhältnis von Insulin zur Glukosekonzentration im Blut nicht mehr stimmt. Unerwartete körperliche Anstrengung, eine zu kleine bis gar keine Mahlzeit oder auch zu viel Alkohol führen dazu, dass die Insulinmenge zu hoch ist und der Blutzucker zu stark und zu schnell absinkt.

Gefahren einer Unterzuckerung

Die Gefahren einer Unterzuckerung sind nicht zu unterschätzen. Während Menschen ohne Vorerkrankung sich vom Arzt untersuchen lassen sollten, um sicher zu gehen, dass die Unterzuckerung keine Folge anderer Erkrankungen ist, müssen Diabetiker immer darauf achten, richtig eingestellt zu sein. Wenn es vermehrt zu Hypoglykämien kommt, können kognitive Probleme, eine Reaktionsminderung, Angstzustände oder ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Schäden die Folge sein. [3]

So beugst du einem Absinken vor

Achte also darauf, den Blutzucker so konstant wie möglich zu halten. Eine Aufklärung durch Deinen Arzt oder Apotheker könnte der erste Schritt sein. Als Diabetiker solltest Du genügend langanhaltende Kohlenhydrate zu Dir nehmen und den Spritz-Ess-Abstand beachten. Zusätzliche körperliche Belastung sollte nicht spontan erfolgen und wenn es doch einmal dazu kommt, solltest Du stets kohlenhydratreiche Snacks oder Getränke parat haben, um im Notfall den Blutzuckerspiegel wieder anzuheben. [4]

Das kannst Du dagegen tun

Natürlich kann man seinen Blutzuckerspiegel nicht 24/7 beobachten, doch es hilft schon, ihn regelmäßig zu messen, um Schwankungen nach oben oder nach unten direkt zu erkennen. Dabei helfen speziell für Diabetiker entwickelte Blutzuckersensoren, die am Oberarm befestigt und mit einem Lesegerät oder dem Handy ausgewertet werden können.

Dadurch erhält man auch ein Gefühl für individuelle Reaktionen des Blutzuckers auf gewisse Lebensmittel. Während ballaststoffhaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel konstant halten, kommt es bei stark gesüßten Lebensmitteln oder Getränken zu einem schnellen Anstieg sowie auch Absinken. Da jeder Organismus allerdings unterschiedlich reagiert, hilft es einmal herauszufinden, wie der eigene Stoffwechsel auf verschiedene Lebensmittel reagiert. Denn während bei dem einen durch den Verzehr von Ballaststoffen der Blutzuckerspiegel konstant bleibt, steigt er bei dem anderen stark in die Höhe.

Auch wenn das Phänomen Hypoglykämie etwas in den Hintergrund rückt, ist es eine ernst zu nehmende Reaktion des Körpers. Eine Unterzuckerung kann nicht nur Diabetiker betreffen, sondern auch bei Gesunden auftreten, denn schon eine für Dich ungeeignete Maßnahme kann zu hohen Werten führen, wodurch Insulin als Gegenmaßnahme zu einer leichten Unterzuckerung führt. Auch wenn es nicht gefährlich ist, sondern nur zu leichtem Unwohlsein mit Zittern und Konzentrationsstörungen kommen kann, halte Deinen Blutzucker stets im Blick und helfe gegebenenfalls mit den entsprechenden Lebensmitteln nach. Wenn Du Dir unsicher bist, dann zögere nicht, Deinen Arzt darauf anzusprechen und überlege, wie Du ein Gespür für Deinen Blutzucker erhalten kannst. Eine Unterzuckerung kann vermieden werden und liegt in Deiner Hand.

 

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Über die Autorin

Alexandra Braun

Angetrieben von der Idee, die Welt ein kleines bisschen gesünder zu machen, hat Alexandra Ernährungs- und Lebenswissenschaften studiert und begeistert nun auch viele andere Menschen für das Thema. Die Hamburgerin arbeitet seit Anfang 2021 bei Perfood und klärt Euch hier über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Eurer Gesundheit auf.

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