Weißbrot zum Frühstück? Für manche tatsächlich die besser Wahl

Lübeck, 28. Februar 2019 – Was ist eigentlich ein „gesundes“ Frühstück? Ist für jeden das gleiche gesund? Die wissenschaftliche Antwort lautet Nein. Forscher der Universität Lübeck widerlegen gängige Annahmen, dass für jeden IMMER das gleiche gut oder schlecht ist. Denn: Die Blutzuckerreaktionen schwanken bei jedem unterschiedlich stark, auch wenn die Menschen das gleiche essen.

  • Gesunde Ernährung ist individuell.
  • Es muss nicht immer Vollkorn sein, jeder Vierte bis Fünfte startet mit Weißbrot oder Müsli mit Schokolade energiegeladen und lange gesättigt in den Tag.
  • Unsere Darmbakterien entscheiden über unseren Ernährungstypen.

 

Im Rahmen des Ernährungsprogramms MillionFriends bestätigten die Blutzucker­reaktionen von 6.400 ausgewerteten Frühstücken beispielsweise, dass jeder Vierte bis Fünfte mit Weißbrot am Morgen besser beraten ist als mit Vollkornbrot. Der Effekt: Es macht länger satt und lässt uns voller Energie in den Tag starten.

Die ernährungsmedizinische Wissenschaft um das Thema Mikrobiom und personalisierte Ernährung hat noch andere, zum Teil überraschende Punkte hervorgebracht.

Die Zusammenfassung:

  • Die Blutzuckerreaktion nach dem Essen ist bei jedem anders und eng an die Besiedelung der Darmflora geknüpft.
  • Es ist wichtig, seine eigene, ganz individuelle Blutzuckerreaktion zu Denn eine starke Blutzuckerreaktion sorgt gleich für drei unangenehme Effekte:
    • Man bekommt schneller wieder Hunger
    • Man wird von Müdigkeit geplagt
    • Überschüssige Energie wird vermehrt in Fett gespeichert
  • Jeder Vierte bis Fünfte reagiert auf Weißbrot zum Frühstück mit einer stabileren Blutzuckerreaktion als auf Vollkornbrot, ist also mit Weißbrot besser beraten.
  • Haferflocken machen nicht jeden am Morgen länger satt als das Müsli mit Schokolade. Im Vergleich zu Haferflocken kann ein Müsli mit Schokolade für jeden Vierten bis Fünften die bessere Alternative sein.
  • Eine ungünstige Blutzuckerreaktion auf Haferflocken oder Vollkornbrot kann durch die richtigen anderen Zutaten (z.B. Obst, Nüsse, Käse) verbessert werden.
  • Ein ausgiebiges Sonntags-Frühstück mit Croissant, Laugenbrezeln oder Rosinenbrötchen kann bei einigen eine niedrige Blutzuckerreaktion hervorrufen und ist damit ab und an erlaubt.
  • Fazit:
    1. Pauschale Ernährungsempfehlungen sind überholt.
    2. Jeder hat einen individuellen Stoffwechsel.
    3. Jeder braucht seine eigene personalisierte Ernährung.
    4. Die isolierte Betrachtung von Zucker und Fett reicht für eine gesunde Ernährung nicht aus.
    5. Ein stabiler Blutzucker hält fit und länger satt.
    6. Das Wissen um seine eigene Blutzuckerwerte nach dem Essen ermöglicht ein gesundes Gewichtsmanagement.

Prof. Dr. Christian Sina, Leiter des Ernährungsmedizinischen Instituts der Universitätsklinik Lübeck und Mitgründer von MillionFriends, erklärt: „So wie nicht jeder die gleiche Hautcreme benutzt, so ist auch nicht jedes Lebensmittel gleich gut oder schlecht für jeden. Dafür sorgen unsere vielen Millionen Darmbakterien, die von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich sind. Die gute Nachricht: Für viele ist es gar nicht notwendig, sich ihr geliebtes Weißbrot zum Frühstück zu verkneifen. Und wer sich wundert, warum er trotz Vollkornmahlzeiten in das berühmte „Tief“ fällt, sollte seine individuellen Reaktionen einmal genauer unter die Lupe nehmen.“

Gerne steht Prof. Dr. Christian Sina als Experte zur Verfügung.

 

 

Über Prof. Dr. med. Christian Sina

Prof. Dr. med. Christian Sina (Jg. 1976) ist Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universität zu Lübeck. Als Facharzt für Innere Medizin mit Spezialisierung auf Gastroenterologie und Hepatologie verbindet er dort grundlagenorientierte mit klinischer Forschung. Das Forschungsinteresse des gebürtigen Flensburgers gilt vor allem den Themen metabolische Entzündung, zelluläre Energiehomöostase und personalisierte Ernährung. Gemeinsam mit Dr. med. Torsten Schröder entwickelte Prof. Dr. Sina die Idee für MillionFriends, einem Programm für individuell angepasste und messdatenbasierte Ernährung. Mit seinem Team stellt er die wissenschaftlich fundierte Analyse der Mikrobiome, Ernährungsprotokolle und Blutzuckerdaten
sicher.

 

Über die Perfood GmbH 

Das Deep-Tech Start-up Perfood GmbH hat zusammen mit führenden Wissenschaftler*innen MillionFriends, ein alltagstaugliches Programm zur personalisierten Ernährung, entwickelt, mit dem jeder seine individuell optimale Ernährung bestimmen kann. Die Mission der Perfood GmbH ist es, ihren Kund*innen durch individuell angepasste und messdatenbasierte Ernährungsempfehlungen ein gesundes Altern zu ermöglichen. Das Unternehmen wurde von Dominik Burziwoda (CEO), Dr. Dr. Torsten Schröder (Chief Medical Officer), Dr. Christoph Twesten (CTO) und Prof. Dr. Christian Sina im Jahr 2017 an der Universität zu Lübeck, einer der führenden deutschen Life Science Universitäten, gegründet. Das Team besteht aus mehr als 20 Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Medizin, Datenwissenschaft, Ernährung, Computertechnik, Wirtschaft und Design. Perfood arbeitet in wissenschaftlichen Projekten mit führenden multinationalen Unternehmen zusammen. Darüber hinaus kooperieren die Lübecker*innen mit führenden Forschungseinrichtungen, beispielsweise der Universität Hohenheim, der Leibniz-Gemeinschaft und der Helmholtz-Gesellschaft.

www.perfood.de

www.millionfriends.de

[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24682001/

Sie haben Fragen oder möchten ein persönliches Interview führen? Dann wen- den Sie sich bitte an:

Ulrike Voß
E-Mail: [email protected]
Tel.: +49 (0)172 590 55 50

Melde dich bei unserem Newsletter an und erhalte ein E-Book gratis.

Folge uns auf Instagram

This error message is only visible to WordPress admins
Error: There is no connected account for the user millionfriends.de.

Abonniere unseren Newsletter & Sichere dir 10 € für dein Testkit

Wir verwenden Sendinblue als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.